VOM "VERSCHWINDEN" DER KULTUR

Im ersten CORONA-Jahr, einem Jahr fast ohne KULTURELLES LEBEN, schien es so, als wenn es niemanden groß störe, dass im KULTURLAND DEUTSCHLAND dieser Bereich der Gesellschaft fast auf NULL gesetzt worden war. Künstler und andere Kulturarbeiter blieben still, aber auch das Publikum, Museumsbesucher, Kunstliebhaber usw. protestierten nicht lautstark, weil ihnen etwas weggenommen wurde, das in der DDR mancher sogar als "Lebensmittel" gesehen hatte ...

Nun, wir hatten und haben ja unsere "SOFA-KULTUR"! Fernsehen und Radio waren geöffnet, und manchmal gab es dort auch "Feines" zu entdecken. Ohne Frage! Und es gibt nach wie vor Bücher, die sich zu lesen lohnt. Viele Bücher!!!!

Es geht mir an dieser Stelle aber nicht um meine aktuellen kulturellen Befindlichkeiten, sondern um die Zukunft eines wichtigen gesellschaftlichen Bereiches, der von der Politik sträflich vernachlässigt wird. Denn kulturelles Leben wird es in einem Land nur geben, wenn viele Menschen, vor allem aber Kinder und Jugendliche, sich künstlerisch erproben können, wenn sie nach ihren Talenten suchen dürfen. Ebenso müssen aber auch Künstler ihre Fähigkeiten trainieren können, und das nicht nur im Stillen, im heimischen Wohnzimmer. 

Kunst braucht Öffentlichkeit. Künstler brauchen nicht nur Geld, sondern auch den einen Partner, das Publikum! Ohne uns geht Kunst ins LEERE. 

 

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