UND WO SIND WIR, DAS PUBLIKUM?

Die Initiative AUFSTEHEN FÜR DIE KUNST, so berichtete heute Morgen BR 5, würde heute eine Klage beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof einreichen (mehr dazu unter www.aufstehenfuerdiekunst.de). Es geht dabei darum, "die grundsätzliche verfassungsrechtliche Klärung der Kunstfreiheit anzustoßen". 

 

Nicht nur viele Künstler, sondern auch viele Künste, darunter auch die von Laien ausgeübten, leiden, verkümmern unter den Corona-Restriktionen.

Und auch wir das Publikum!

ABER wo bleibt unser öffentliche Aufschrei? 

Denn es fehlt uns doch so VIELES in dieser Zeit!!! 

Die Begegnungen mit anderen Menschen, die Theater- und die Kinoluft, die lebendige Auseinandersetzung mit Themen der Zeit, das Lachen und Weinen gemeinsam mit anderen und die gemeinsame Freude ... Nahrung für den Kopf, die Seele.

Wir sollten uns nicht auf die Angst vorm Kranksein reduzieren lassen und auch nicht aufs Gehorchen und aufs Dulden. 

Und hier fallen mir diese Verse von Brecht ein:

 

 

Soll das heißen, dass wir uns bescheiden

Und "so ist es und so bleib es" sagen sollen?

Und, die Becher sehend, lieber Dürste leiden 

Nach den leeren greifen sollen, nicht den vollen?

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