WAS BLEIBT VON SO EINER SCHNELLEN REISE durch den Westbalkan?

Nicht viel mehr als eine Ahnung von den Problemen, die Albaner, Montenegriner, Kosovaren und Nordmazedonier miteinander haben.

 

Als wir über die Grenze zwischen Albanien und dem Kosovo fahren, fallen mir irgendwann Ortsschilder auf, die teilweise mit schwarzer Farbe übersprüht wurden. Es fehlen darauf also nun die serbischen Namen der Dörfer. Als wir uns der Grenze zu Nordmazedonien nähern, machen wir in einem Dorf eine Pause, in dem nur Serben leben. Auf dem Ortsschild ist der albanische Name geschwärzt.

Foto: Genti Cela

Wir besuchen auch das serbisch-orthodoxe Kloster VISOKI DECANI mit seiner wunderschönen Kirche (UNESCO-Weltkulturerbe). Das Kloster wird von KFOR-Soldaten bewacht. Wir passieren einen unbesetzten Wachturm und werden am Klostereingang von einem Soldaten begrüßt. 

In Skopje, der Hauptstadt Nordmazedoniens, wundern wir uns über eine Flut überlebensgroßer Standbilder und erfahren, wie sehr das Land um seine Identität ringt.