MIT EINEM KREUZFAHRTSCHIFF IN DIE KARIBIK

"Wer schaut schon auf unsere kleinen Inseln", sagte die Reisebegleiterin auf Antigua, eine der Kleinen Antillen, etwas resignierend, als sie uns die Probleme der Einwohner, in der Mehrzahl Farbige, beschrieb.

Kolumbus hatte die Inseln zwischen 1492 und 1506 entdeckt. Später wurden sie die Zuckerlieferanten für Europa und den Norden Amerikas. Es waren afrikanische Sklaven, die es mit ihrem Schweiß, ihren Tränen und ihrem Blut, ermöglichten, dass Zucker zu einem Massenprodukt werden konnte.Heute leben die Nachfahren der Sklaven auf diesen Inseln. Ihre Haupteinnahmequelle ist  mittlerweile der Tourismus geworden. Aber diese Quelle sprudelt nur zaghaft. Denn der Tourismus wird von großen Reedereien mit riesigen Kreuzfahrtschiffen dominiert. Im Hafen von St. Johns, der Hauptstadt von Antigua, lagen am 15. Februar vier Kreuzfahrtschiffe, eines größer als das andere (s. Foto). Eines davon  (Foto Mittte) die NIEUW AMSTERDAM, mit der wir reisten.

Das Fazit unserer Reise:

Ich begriff, die Geschichte der Sklaverei in Amerika ist vor allem europäische Geschichte. 

Der ausufernde Kreuzfahrttourismus mit seinen ökologischen Auswirkungen hilft den Bewohnern der kleinen Inseln kaum, er gefährdet eher ihre Lebenswelt. S. dazu auch:

 

"Kreuzzug gegen die Umelt"

www.tourismus-watch.de

 

"Kein Kreuzfahrtschiff empfehlenswert"

www.nabu.de

 

Gleicht der "Fortschrit" auch noch im 21. Jahrhundert  "jenem scheußlichen heidnischen Götzen ..., der den Nektar nur aus den Schädeln Erschlagener" trinkt (Marx)?